11.08.2010

Wes Brot ich eß, des Lied ich sing!

So manches Mal habe ich mich gefragt, warum Journalisten in den BRD-Medien so willfährig ihre Meinung dem Willen der Mächtigen und Herrschenden unterwerfen. Seien es die großen Zeitungen oder die öffentlich-rechtlichen Sender – der multikulturelle Einheitsbrei, die Geschichtslügen und das hohe Lied von den „kulturellen Bereicherern“ wird auf allen Kanälen gesungen.

Während in 60 Jahren BRD für viele Journalisten die Wahrheit und Glaubwürdigkeit zum Fremdwort wurde, haben sich in dieser Zeit insbesondere die öffenlich-rechtlichen Sender zu Sprachrohren für Volksverdummung gewandelt. Jede unbequeme Wahrheit, öffentlich geäußert, kann zum Verlust des Arbeitsplatzes führen – man denke an Eva Herman. Der Verkauf der eigenen Meinung, seines Gewissens, die journalistische Prostitution wird aber bestens dotiert. Frei nach dem Motto -Jede meinung hat seinen Preis. Und der kann sehr hoch sein.

Nehmen wir einen Fernsehintendanten. Zum Beispiel die WDR-Fernsehintendantin Monika Piel. Im Jahre 2009 erhielt sie 308.000 Euro erfolgsunabhängiges Gehalt, während ihre fünf vom Rundfunkrat gewählten Direktoren etwa so viel bekamen wie der Bundespräsident - zwischen 190.000 und 206.000 Euro. Bei Piel kamen noch 23.000 Euro Prämie und 21.000 Euro „Sachbezüge“ hinzu. Summa summarum etwa 350.000 Euro.

Und da erwartet noch jemand eine eigene Meinung, Wahrheitsliebe und Ehrlichkeit? Wo leben wir denn? Solche Summen können nur zur Bestechung für jene gedacht sein, die das „dumme Volk“ ruhig und bei Laune zu halten haben. Und für diesen “guten Zweck” zahlen wir unsere Beiträge an die GEZ, die künftig jeder Haushalt – selbst wenn er weder Rundfunk noch Fernsehen besitzt – zu berappen hat. Dann lässt sich auch leichter an der Abgabenschraube drehen, denn Journalisten sind anspruchsvoll und in gewisser Hinsicht auch traditionell - ganz nach dem mittelalterlichen Motto des Hofnarren: Wes Brot ich eß, des Lied ich sing!

Dr. Kersten Radzimanowski



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